Ein paar störende Dinge im Leben nimmt man eher beiläufig wahr, ohne sich groß über sie aufzuregen. Bis sie dann zu einer Art Dauerzustand werden – dann fangen sie an zu nerven, so wie die Amateure des FC Bayern München im DFB-Pokal.
Nichts gegen die Kleinen, die ja vor allem im Pokal ab und zu die Großen schlagen sollen. Aber von klein kann man bei den zweiten Mannschaften der Bundesligaclubs schon lange nicht mehr sprechen. Und von Amateuren natürlich schon gar nicht.
Die Reserveteams der Bundesligamannschaften bestehen aus gut bezahlten und talentierten Spielern, die in schöner Regelmäßigkeit sporadisch verstärkt werden durch noch besser bezahlte und noch talentiertere Kollegen. Diese waren entweder bis vor kurzem verletzt und brauchen nun Spielpraxis, oder sie haben ihre Leistung nicht gebracht oder sie haben gerade Zeit und Lust im DFB-Pokal anzutreten.
Meist sind diese besseren B-Teams in der Regionalliga beheimatet und von dort aus kann es nur noch unten gehen. Denn aufsteigen dürfen diese „Amateure“ nicht, auch wenn in ihnen noch so viele Stars wieder „an den Profi-Kader herangeführt werden“.
Es will aber auch niemand, dass diese Mannschaften aufsteigen. Und schon gar nicht wünscht sich irgendein Fußballfan auf dieser Welt, dass die Amateure des FC Bayern München eines Tages einen Pokal in den Händen halten. Triumphe solcher Art sind für Teams gedacht, die Fans besitzen, die Woche für Woche mit ihrem Verein mitfiebern. Sie sind gedacht für Mannschaften, die Massen mobilisieren können.
Beim letzten Regionalliga-Heimspiel der Bayern-Amateure waren 270 Zuschauer zu Gast.
Der DFB-Pokal hätte deshalb eine kleine Schönheitsoperation verdient. Einen Einschnitt bei dem die (A)s dieses Landes Platz machen für echte Amateurvereine, die einem niemals auf die Nerven gehen.
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