Für ein besseres Image starten manche Fußballvereine große Kampagnen, andere wollen es mit guten Leistungen auf dem Platz aufpolieren. Die meisten können aber einfach nicht aus ihrer Haut.
Die Bielefelder Arminia hat es in den letzten Jahren probiert. Mit viel Elan und einigen Glanzlichtern hielt man sich drei Spielzeiten nacheinander in der Bundesliga. Es schien so, als sollten die Bielefelder den Fahrstuhl links liegen lassen, den Sie in all den Jahren zuvor immer wieder so selbstverständlich benutzt hatten. Stattdessen standen die Ostwestfalen unter dem Konzeptfußball Uwe Rapolders auf einmal für Modernität, um dann unter Thomas von Heesen zu beweisen, dass man auch ohne überflüssige Theorien Fußballherzen höher schlagen lassen kann. Dann kam Ernst Middendorp - der wohl jetzt wieder geht.
In Bielefeld galt Middendorp als Legende, er wurde zum Jahrhunderttrainer gewählt, nur weiß momentan niemand so recht warum. Manchmal wirkte er wie eine Art Neururer Light, wenn er gedankenlos daher plauderte, wenn er seine simplen Theorien mit einer gewissen Portion Größenwahnsinn zum Besten gab. Aber der laut eigener Aussage „geborene Leader“ konnte nicht verhindern, dass er und sein Team immer öfter vorgeführt wurden. Vieles bei Ernst Middendorp erinnerte an die Zeit als Arminia Bielefeld einfach nur eine Fahrstuhlmannschaft war.
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