Wenn der eigene Lieblingsverein endgültig im Niemandsland der Tabelle angekommen ist, bleibt nur noch die Hoffnung, dass es wenigstens für die anderen Clubs noch die gerechte Strafe oder Belohnung gibt.
Also möchte ich nicht, dass Schalke oder Stuttgart Meister wird, sondern Werder Bremen. Einen Titelträger, der dank pragmatischer und effizienter Spielweise am Ende auf Platz 1 steht, gab es in der Bundesliga oft genug. Der hieß dann meistens Bayern München. Mit Werder könnte ein Verein triumphieren, der dieser durchschnittlichen Saison zumindest ab und zu etwas Spektakel verleihen konnte.
Bei den Absteigern konnte man bis vor kurzem noch auf spektakuläre Konstellationen hoffen. Eine Dreier-Kombi aus Gladbach, Dortmund und Berlin lag im Bereich des Möglichen. Was wäre das für eine tolle zweite Liga geworden.
Aber es scheint, dass das liebe Geld doch ganze gute Augen hat und auch im dunklen Tabellenkeller Tore schießt. Der BVB und die Hertha sind gerettet, im Abstiegsstrudel stecken die Vereine, die man dort auch erwartet hat. Es wäre aber schade, wenn Mainz oder Aachen mit ihrer frischen Unbekümmertheit und ihren ganz speziellen Fans die Segel streichen müssten. Der Fußballgott sollte sich stattdessen in dieser Saison endlich einmal um den VfL Wolfsburg kümmern. Einen Verein, der sein Stadion nur dann füllt, wenn die Abteilungsleiter bei VW ein paar Tickets für ihre gelangweilten Angestellten übrig haben, braucht kein Mensch. Ob die Wolfsburger dann bei ihrem Abstieg von Bielefeld oder Frankfurt begleitet werden, kann von mir aus dem Kollegen Zufall überlassen werden.
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