Okay, okay, dem von mir in der Hinrunde prognostizierten Trend, dass Bundesligavereine länger als früher an ihren Trainern festhalten, mangelt es inzwischen an Unterstützung. Auch in der Saison 06/07 gab es eine ganz stattliche und damit normale Anzahl von Trainerwechseln. Alles wie gehabt, könnte man also meinen. Doch es gibt neue Tendenzen bei der Suche nach neuen Übungsleitern.
Die einen Clubs suchen ihr Glück in der Vergangenheit und verpflichten Trainer, mit denen sie früher glückliche Beziehungen geführt haben. Hitzfeld, Daum, Middendorp, und wer hätte gedacht, dass dieses „Sex mit dem oder der Ex“-Prinzip momentan ausgerechnet in Bielefeld am besten funktioniert, auch wenn Ernst Middendorp noch ganz andere Probleme zu haben scheint.
Die anderen Clubs glauben, dass man den Schalke-Slomka-Coup problemlos kopieren kann. Also rücken in Berlin, Kaiserslautern und bei 1860 München mit den Herren Heine, Funkel und Kurz auf einmal Männer aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht.
Völlig aus der Mode gekommen ist hingegen der gute, alte Feuerwehrmann. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass sich in der ersten und zweiten Liga mehr als die Hälfte der Vereine in brenzligen Situationen befinden. Doch an einer kurzfristigen Befreiung aus misslicher Lage mit anschließender Bruchlandung im nächsten oder übernächsten Jahr haben die Clubs kein Interesse mehr. Die Namen von Peter Neururer, Jörg Berger oder Ewald Lienen geraten langsam in Vergessenheit.
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