Es ist nur ein böses Gerücht, dass Michael Meier als Manager des 1. FC Köln bald seinen nächsten Coup landen will und das Grab von Hennes Weisweiler aufsuchen wird. Einfach mal nachfragen, ob die Trainerlegende nicht Lust hat, zu den Lebenden zurückzukehren, um den FC aus der Krise zu führen.
Aber das ist genau einer der Gründe, warum ich diesen Verein liebe. Während andere Clubs immer nur in den vorgegebenen Bahnen schwimmen, lassen sich die Kölner immer wieder etwas Neues einfallen. Also besucht man Christoph Daum in der Klinik und fragt, ob er nicht als Patient einen kranken Verein übernehmen will. Dass Daums PK dann nicht in einem OP stattgefunden hat, kann nur als kleiner Schönheitsfehler in dem Kölner Schauspiel angesehen werden, das man vielleicht als „Trainerdämmerung“ betiteln könnte.
Was kann nun getan werden, um Christoph Daum doch noch auf die Trainerbank des 1. FC Köln zu bugsieren. Ein Konzept muss her, und das besteht in diesem Fall wohl vor allem aus ganz viel Geld. Andere Vereine würden sich nun nach Sponsoren oder russischen Millionären umschauen, aber dem FC wird sicherlich etwas anderes einfallen. Vielleicht ein Gabentisch im Kölner Dom, auf dem Fans und Förderer nicht nur Kerzen aufstellen sondern auch den einen oder anderen Obolus entrichten können. Immerhin landet das Geld dann dort, wo es für einen Messias hingehört: In einer Kirche – Amen.


