Früher in der Schule gab es immer das eine schönste Mädchen, mit dem alle „gehen“ wollten. Schnell konnte jeder Junge seine eigenen Chancen mehr oder weniger realistisch einschätzen. Favoriten und Außenseiter brachten sich in Position, und bei den Außenseitern wusste man nie so recht, aus welchen unbekannten Töpfen sie ihre geringe Hoffnung speisten. Lange wunderte man sich jedoch nicht, denn in der Regel setzten sich die Favoriten durch und all die Bemühungen ihrer Konkurrenten gerieten in Vergessenheit.
Wer weiß, vielleicht erinnert sich manch ein Spieler des 1. FC Köln und 1. FC Kaiserslautern in diesen Tagen auch an seine Jugendzeit – denn ihnen und ihren Vereinen geht es heute ganz ähnlich wie den Verlieren von damals.
Nichtabstieg heißt die Braut, um die beide Clubs kräftig buhlen. Aber wer das direkte Aufeinandertreffen der Teams am vergangenen Dienstag gesehen hat, wird auf Anhieb keinen konkreten Anhaltspunkt finden können, der Rheinländern oder Pfälzern Mut machen könnte. Wenn sich hinter all den fußballerischen Unzulänglichkeiten der FCKs eine Überraschung verbirgt, müsste man die in zwei deutlichere Wörter verwandeln: Kleine Sensation.
Aber, ich erinnere mich. Bei Carolin, damals in der Siebten, da hat doch tatsächlich dieser komische Peter das Rennen gemacht...

