In einem Interview erklären uns die "Platzherren", Hubert Detmer und Thomas Frison, ihr Projekt.
footage:"Wie seid ihr auf die Idee für fussball-landschaft.de gekommen?"
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fussball-landschaft.de:„Die Idee hatte Hubert. In seiner Nachbarschaft gibt es einen stillgelegten Fußballplatz, der sich je nach Jahreszeit und Witterung ständig verändert. Bei Rheinhochwasser sieht man nur noch die Tore. Und im Sommer gastiert dort ein Wanderzirkus. Das war der Anstoß. Den Internetauftritt haben wir spontan gemeinsam konzipiert. Das Netz passte von Anfang an perfekt zu unserer Idee, Fußballkulturlandschaften als Fotoromane darzustellen.“
footage:"Was ist für Euch das Besondere, das Ästhetische an Fußball-Landschaften?"
fussball-landschaft.de:„Das Zusammenspiel zwischen dem Platz mit all seinen mehr oder minder genormten Standards und den bizarren, wunderschönen oder einfach nur einzigartigen Landschaften ist die ästhetische Grundidee von „fussball-landschaft.de“. Der Platz ist absolut grafisch und geometrisch, die Landschaft im besten Fall wild und vielleicht auch „unkultiviert“. Die Fotoromane beinhalten so ganz unterschiedliche Aspekte: Ist der Verein stolz auf seinen aufgehübschten Platz? Und: Was gibt es für soziale Verhältnisse und landschaftliche Eigenarten im Hintergrund?“
footage:"Habt Ihr ein Ziel, das Ihr mit eurem Projekt verfolgt?"
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fussball-landschaft.de:„Vor allem ist der Weg das Ziel. Die Recherche, aber vor allem das Fotografieren vor Ort, ist ein Erlebnis, das wir nicht mehr missen möchten. Sei es wegen des Lokalkolorits, der Typen, die man vor Ort kennenlernt, oder der fotografischen Herausforderung, den scheinbar immer gleichen Platz immer wieder anders abzubilden. Und dann muss „fu-la“ erst einmal bekannt und nicht als Groundhopping-Seite abgespeichert werden. Wir wünschen uns Zulauf und begeisterte Besucher, die bereit sind, ein bisschen Zeit zu investieren bei ihrer Reise durch Deutschland.
Daneben sind Publikationen und Ausstellungen vorstellbar. „fussball-landschaft.de“ hat schließlich auch eine kulturelle Dimension. Die Tribüne in Köln-Weidenpesch hätte es schon verdient, im „Haus der Geschichte“ oder im „Deutschen Fußballmuseum“ – hoffen wir mal, dass was draus wird – künstlerisch dokumentiert zu werden. Wir haben viele Ideen: Regionen, bizarre Augenblicke oder Kulturgeschichte wären gute Ausstellungskonzepte.“
footage:"Gibt es Gegenden, in denen Fußballplätze schöner oder charismatischer sind als anderswo?"
fussball-landschaft.de:„Das Rheinland läuft natürlich außer Konkurrenz! Aber, Spaß beiseite: Die Industrielandschaft im Ruhrpott ist für uns genauso charismatisch wie ein malerischer Eifelplatz. Der Reiz liegt ja gerade im Unterschied. Übel ist es natürlich, wenn der Fußballplatz im Gewerbegebiet versteckt wird, was leider bei Neuplanungen gar nicht so selten geschieht.“
footage:"Wie seid ihr an das ganze Bildmaterial, an die anderen Fotografen gekommen?"
fussball-landschaft.de:„Bislang stammen die meisten Fotoromane von uns beiden. Das soll prinzipiell wegen des Stils von „fu-la“ auch so bleiben. Wir nutzen einfach jede sich bietende Gelegenheit, einen neuen Platz zu entdecken. Daneben gibt es aber uralte und neue fotografische Connections, die wir für das Projekt vitalisiert haben. Die Potsdam-Bilder sind hierfür ein schönes Beispiel. Freunde aus Übersee oder auch Ostwestfalen-Lippe kommen in den nächsten Wochen dazu. Ganz stolz sind wir auf unsere beiden „Gaststars“ Susanne Katzenberg und Mauricio Bustamante, die grandiose Specials vom „Millerntor“ und vom „Homeless World Cup“ beigesteuert haben.“
footage:"Könnten auch moderne Arenen auf Eurer Website auftauchen?"
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fussball-landschaft.de:„Die müssten schon etwas ganz besonderes haben. Die spektakuläre Arena wird aber immer nur unser Hintergrundmotiv sein, als Teil der Fußballlandschaft sozusagen. Der Dorfplatz und die vom Abriss bedrohte Holztribüne ist für uns reizvoller als eine WM-Arena. Die Allianz-Arena ist eben nur die Allianz-Arena. In einem Oberliga-Stadion sieht man jenseits der Tore Schornsteine, Weinberge oder triste Häuserblocks - also Kulturlandschaften. Und nicht zuletzt die "Architektur im Kleinen": "Wie sah der Platz wohl 1953 aus?" Oder: Wie ist ein Platz im letzten Jahrhundert "gebaut" worden und was hat sich da verändert, wenn man sich einen Platz aus dem Jahr 2007 anschaut."
footage:"Wollt ihr Euer Projekt auch noch auf andere Länder ausdehnen?"
fussball-landschaft.de:„Wir haben schon eine Sparte „Weltlandschaft“. Die wird in den kommenden Monaten schon wegen der Sommerferien noch stark anwachsen, wenn unser „internationales Netzwerk“ nur mitspielt. Der Schwerpunkt wird aber auch zukünftig auf der Vielfalt der deutschen Fußballkultur liegen."
footage:"Wie stellt sich eure Beziehung zum Fußball ansonsten da?"
fussball-landschaft.de:„Die nötige Portion Fußballgen haben wir beide. Ich bin glühender Anhänger des Bonner SC und des 1. FC Köln. Thomas ist leider ein königsblauer Schalke Fan.
In unserer aktiven Zeit sind wir beide über Klassenmannschaft und sonntäglichen Freizeitkick nie hinausgekommen. Das kompensieren wir jetzt mit „fussball-landschaft.de“, und zwar mit Leidenschaft.
footage:"Vielen Dank für das Gespräch."
Und hier geht's zu fussball-landschaft.de
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