Männer im Spiegel

Männer im Spiegel

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6 Antworten für Ronald Reng

Eines Tages stand Steven Spielberg vor dem Spiegel, sein Blick wanderte prüfend über sein Antlitz, als ihm ein folgenschwerer Gedanke in den Kopf schoss. „Scheiße“, dachte der Regisseur. „ich bin ja der Spielberg.“

Von diesem Moment an war klar, Spielberg würde keine Filme mehr machen, sondern nur noch „Spielbergs“.

So, oder so ähnlich muss es im besten Sinne auch Ronald Reng ergangen sein. Seit er vor elf Jahren sein Debut „Der Traumhüter“ in die Buchläden gebracht hat, hat er ein Genre geprägt. Wenn Ronald Reng über Fußball schreibt, dann erzählt er Geschichten. Journalistisch sauber recherchiert, aber eben nicht stumpf biographisch. Informativ und präzise und immer unterhaltsam, ohne dabei diese seltsame Form von Fußballhumor bedienen zu müssen, die in Bücherregalen Raum greift, wie die Doppelsechs im defensiven Mittelfeld.

Das neue Buch, „Mroskos Talente“ ist vor allem unverkennbar ein „Reng“. In „Mroskos Talente“ steht ein Berliner Fußballer im Mittelpunkt, der verletzungsbedingt früh in eine neue Rolle gezwungen wird und nach einem Intermezzo als Ladendieb Talente für die Proficlubs aufspürt.i

Eines Tages steht Lars Mrosko vor dem Spiegel…

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Als Steven Spielberg an jenem Tag in der Footage-Redaktion anruft, um das Team zu einer spontanen Geburtstagsfeier im engsten Kreis einzuladen, macht sich ein bisschen Panik breit. Was schenkt man einem Mann, der schon alles hat?

Nach Minuten nervösen Schweigens stellt plötzlich ein schlaues Redaktionsmitglied eine noch viel philosophischere Frage: Was fragt man einen Mann, der schon alles weiss? Wir tauschen also die Rollen:

footage:  „Jogi Löw und Cristiano Ronaldo.“

Ronald Reng: Wen hat der Otto-Versand als Werbepaar für seine AEG-Haartrockner-Serie verpflichten können?

footage: „Ja schon – aber da können Spielerberater am Ende einfach nicht aus ihrer Haut.“

Ronald Reng: Ist es nicht irrsinnig, dass so manche Vertragsverhandlung im Jahr 2015 immer noch an Autobahn-Raststätten stattfindet?

footage: „Das habe ich selbst nie richtig verstanden.“

Ronald Reng: Warum wurde Eintracht Frankfurt 1993 in Rostock nicht deutscher Meister?

footage: „Wahrscheinlich in einem weißrussischen Freudenhaus.“

Ronald Reng: Wo entdeckte der SC Freiburg 2008 seinen Neuzugang mit Namen Alain Junior Ollé Ollé?

footage: „Ja, der nervt wirklich nur noch. Wenn es wirklich jemanden gibt, den ich in diesem ganzen Zirkus weder sehen noch hören kann, dann ist es er. “

Ronald Reng: Übertreibt Ronald Reng nicht ein wenig mit seiner Begeisterung für die Spielweise des FC Barcelona?

footage: „Niemals. Da hänge ich freiwillig lieber noch mal bei Lanz rum.“

Ronald Reng: Würden Sie für Kickers Offenbach spielen?

 

Vielen Dank für das Gespräch, Ronald Reng. Wie versprochen verlosen wir ein signiertes Exemplar von „Mroskos Talente“. Wer beantwortet auf unserer Facebookseite als erster folgende Fachfrage:

Welcher Satz eines großen deutschen graecophilen Trainers wird immer dann gern zitiert, wenn es darum geht, körperliche Vorzüge in Relation zu repetitiver Einübung zu setzen?  

Die Fragen stellten Sascha Theisen und Axel Post

Nachtrag: Ein signiertes Exemplar gewinnt unser Leser Norbert Windeck. Die richtige Antwort lautet: „Größe kann man nicht trainieren“. 

 

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1970 am linken Niederrein geboren, ist Axel Post Vater von zwei Töchtern. Er betreibt eine Kommunikationsagentur namens Yukawa in Köln und ist Fan von Wes Anderson, Noriaki Kasai und Borussia Mönchengladbach. Axel Post hat einige Jahre in der Schweiz verbracht, wo man ihn unter seinem Pseudonym Clemens Herbstmeister gleichermaßen liebt wie hasst. Axel Post ist seit 2006 mit einer der schlauesten Frauen der Welt verheiratet.

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